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Vegesack - eine Teil-stadt, eine Vor-stadt, eine Schlaf-stadt? Egal! Sie ist zumindest das “maritime Zentrum” Bremens. Und dies bereits seit Jahrhunderten - spätestens seit 1612 von niederländischen Wasserbauern hier der heute älteste künstliche Hafen des Nordkontinents gebaut wurde.
Zwischen dem Liegeplatz des Großseglers “Schulschiff Deutschland” und der “Gläsernen Werft” erstreckt sich die “Maritime Meile”. 1.852 Meter voller Seefahrts- und Werftengeschichte, eine tolle Promenade entlang der Weser, der historische Hafen mit Traditionsschiffen aus allen Epochen, der Anleger als Startpunkt maritimer Exkursionen entlang Weser und Lesum und letztlich ein gastronomisches Angebot, das allen maritimen Vorstellungen für Einheimische und ihre Gäste entsprechen kann.
Vegesack ist anders. Es ist gemeinsam mit dem Nachbarn auf dem gegenüberliegenden Weserufer das weltweit erfolgreichste Zentrum des Spezialschiffbaus. Hier entstehen die größten und schönsten Megayachten, Korvetten und andere Schiffe für deutsche und ausländische Streitkräfte, Patrouillenboote, Seenotkreuzer und Dienstfahrzeuge für allerlei öffentliche Auftraggeber.
Vegesack hat mit der Pleite des Bremer Vulkan einen der größten Zusammenbrüche im europäischen Schiffbau verarbeiten müssen. Außerdem hat Vegesack mit dem “Verein Maritime Tradition Vegesack Nautilus e.V.” einen Zusammenschluss, der das Flaggschiff der kleinen Stadt, den 1894 hier gebauten Heringslogger “Vegesack”, in den kleinen Hafen zurück holte. Während der Sommermonate bietet der 36-Meter-Logger faszinierende Mitsegelgelegenheiten auf Nord- und Ostsee.
Seit die Vegesacker am 1. Mai 1805 dem Bremer Senat durch Ablegen des Bürgereids zu huldigen hatten, zeichnet die Vegesacker eine ordentliche Portion separatistischen Gedankenguts gegenüber den Bremern aus. Vegesacker fahren auch noch 200 Jahre später “nach Bremen” und nicht “in die Stadt”.
Dass dieser Bürgereid auch heute noch ein wunderbarer Anlass für Aktivitäten in Vegesack sein kann, belegt die angehängte Urkunde, die mein leider inzwischen verstorbener Freund Wolfhard Grunert empfangen hat. Der Humanist, Stabsoffizier, Lehrer, Gastronom und Freund maritimer Geschichte hatte sich in Vegesack engagiert und etabliert. Grund genug, ihn den Bürgereid ablegen zu lassen.
Hier ein Link zu einem Flyer, den ich zum maritimen Vegesack vor einigen Jahren produzierte.
Ich will die Vegesacker aber selbst sprechen lassen. Hier folgen einige Links, die zu einem Gesamtbild des maritimen Vegesack beitragen können:
www.vegesack.de - die halboffizielle Seite unserer kleinen Stadt, engagiert betrieben von Manfred Lindenberg und Jörn Raffel und ihrer Vege.net GmbH, einem Internetdienstleister, der (auch bei mir) keine Wünsche offen lässt.
www.vegesack-maritim.de - der Verein, der an Land und auf dem Wasser die maritime Geschichte Vegesacks geradezu verkörpert.
www.mtv-nautilus.de - eine zweite Seite des Vereins.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bremer_Vulkan - vieles über den Schiffbauriesen und die Gläeserne Werft in Vegesack.
www.schulschiff-deutschland.de - das letzte deutsche Vollschiff. Mehr als ein Hingucker an der Maritimen Meile in Vegesack.
www.vegesacker-hafen.de - hier finden sich Informationen und Impressionen zum Hafen.
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