Reifenkosten können den Landwirt erheblich entlasten

    Luftdruck zaubert? Auf dem Stand von Emigholz der Reifentreff demonstriert das Agrar-Kompetenzteam, wie mit abgestuftem Luftdruck deutlich mehr Kraft aus dem Schlepper geholt wird. Das Geheimnis: weniger Druck vergrößert die Bodenaufstandsfläche! Die Folge: Bei geringem Luftdruck verzahnen sich deutlich mehr Stollen im Boden und erhöhen die Zugkraft des Schleppers. Dabei wird nicht nur deutlich mehr als 10 Prozent Treibstoff eingespart, sondern auch der Boden geschont. Emigholz demonstriert auf seinem Stand in Tarmstedt, wie sich bei unterschiedlichen Luftdrücken sowie verschiedenen Bodeneigenschaften die Aufstandsflächen verändern.

    „Wer ständig mit gleichem Luftdruck unterwegs ist, verschenkt eigentlich bares Geld“, weiß Guido Bruns aus dem Emigholz-Agrarteam. Wer auf dem Acker den Reifendruck beispielsweise von 2 Bar am Schlepper mindestens halbiert, vielleicht sogar auf 0,8 Bar reduziert, vergrößert die Bodenaufstandsfläche der Schlepperreifen ganz enorm und verhindert den Schlupf. Dies gilt auch für Anhänger, die heute nicht selten über ein Anhängegewicht von mehr als 20 Tonnen verfügen. Auch hier vergrößert die herausgelassene Luft die Auflage des Reifen erheblich. Und weil mehr Stollen im Boden ein zu tiefes Einsacken verhindern, freut sich auch der Boden über diese Maßnahme. Und auch der Geldbeutel des Landwirts spürt dies positiv. Der Treibstoffverbrauch kann sich nämlich bis zu einem Fünftel reduzieren. Ein Blick in die Luftdruckempfehlungen des Reifenherstellers belegt die Fähigkeit der Radialreifen, auch bei Luftdrücken von weniger als einem Bar die Last des Schleppers zu tragen.

    Vor allem das allzu tiefe Einsinken in den Boden spart Treibstoff. Bei Straßenluftdruck kann sich der Dieselverbrauch im schlechtesten Fall verdoppeln, genauso wie die Furchentiefe auf dem Acker, was zur ungeliebten Verdichtung führt. Die Veränderung des Reifendrucks ist mit einfachen Schnellkupplungen statt der Ventileinsätze in wenigen Minuten zu bewerkstelligen.

     

    Praktische Informationen für Landwirte

     Emigholz – das sind 16 Betriebe zwischen Elbe und Ems – bietet Landwirten, aber auch Landmaschinenhändlern, Lohnunternehmern und Maschinenringen einen besonderen Service. Fachkundige Beratung (auch auf dem Hof), den Pannenservice auf Straße oder Acker bis 22 Uhr und – vor allem – kompetente Beratung für preisgünstige Lösungen.

    Oft ist die fachgerechte Reparatur eines Schlepper- oder Anhängerreifens deutlich preiswerter, als die Neuanschaffung. Und für viele Reifengrößen fertigt Emigholz in einer eigenen Produktionsstätte in Bremen runderneuerte Reifen.

    Die größte Veränderung entdecken die Emigholz Agrar-Spezialisten aber in den Kilometerleistungen von Schleppern und Anhängern. „Wenn wir früher einen Anhängerreifen erneuert haben, dann, weil er sich kaputtgestanden hat!“ – erinnert sich Guido Bruns aus Rotenburg. Und auch von seinen Kollegen zwischen Bremervörde und Leer hört er immer häufiger von abgefahrenen Reifen, weil die zurückgelegten Entfernungen sich vergrößerten.

    Für alle Betriebe, die mit ihren landwirtschaftlichen Anhängern regelmäßig „auf große Fahrt“ gehen – etwa zur nächsten Biogasanlage – empfiehlt Emigholz der Reifentreff die Umrüstung auf LKW-Bereifung, für die es komplette Räder (gebrauchte Reifen und neue Felgen) zu Sonderpreisen gibt.

    Nicht allein mit niedrigem Luftdruck, sondern auch mit breiteren Laufflächen – zum Beispiel beim Güllefass – lässt sich die Zugkraft des Schleppers ganz deutlich erhöhen. Auch diese Mehrkosten erweisen sich in wenigen Monaten als ökonomischere Lösung für Treibstoff- und Schlepperkosten.

    Während der Tarmstedter Messe informieren Mitarbeiter aus verschiedenen Emigholz-Betrieben in der Region über die Serviceleistungen und Angebote für die Land- und Forstwirtschaft sowie für Gala-Betriebe.

    Wolfgang Kiesel