Maritimes Vegesack

Vegesack – eine Teil-Stadt, eine Vor-Stadt, eine Schlaf-Stadt? Egal! Sie ist zumindest das “maritime Zentrum” Bremens. Und dies bereits seit Jahrhunderten – spätestens seit 1622 von niederländischen Wasserbauern hier der heute älteste künstliche Hafen des Nordkontinents gebaut wurde.

Derzeit für mich im Mittelpunkt meiner Freizeit: Vegesack-maritim.de, die digitale Heimatkunde rund um den Vegesacker Museumshaven. Wie es während der vergangenen Jahrzehnte mit der Heimatkunde so war, berichtet eine „Festbroschüre“, die ich zum 25. Geburtstag unseres Vereins geschrieben und zusammengestellt habe.

25 Jahre MTV-Nautilus“  – die Festbroschüre MTV-Broschüre_online

Zwischen dem Liegeplatz des Großseglers “Schulschiff Deutschland” und der “Gläsernen Werft” erstreckt sich die “Maritime Meile”. 1.852 Meter voller Seefahrts- und Werftengeschichte, eine tolle Promenade entlang der Weser, der historische Hafen mit Traditionsschiffen aus allen Epochen, der Anleger als Startpunkt maritimer Exkursionen entlang Weser und Lesum und letztlich ein gastronomisches Angebot, das allen maritimen Vorstellungen für Einheimische und ihre Gäste entsprechen kann.

Vegesack ist anders. Es ist gemeinsam mit dem Nachbarn auf dem gegenüberliegenden Weserufer das weltweit erfolgreichste Zentrum des Spezialschiffbaus. Hier entstehen die größten und schönsten Megayachten, Korvetten und andere Schiffe für deutsche und ausländische Streitkräfte, Patrouillenboote, Seenotkreuzer und Dienstfahrzeuge für allerlei öffentliche Auftraggeber. Vegesack hat mit der Pleite des Bremer Vulkan einen der größten Zusammenbrüche im europäischen Schiffbau verarbeiten müssen. bv2_2Außerdem hat Vegesack mit dem “Verein Maritime Tradition Vegesack Nautilus e.V.” einen Zusammenschluss, der das Flaggschiff der kleinen Stadt, den 1894 hier gebauten Heringslogger “Vegesack”, in den kleinen Hafen zurück holte. Während der Sommermonate bietet der 36-Meter-Logger faszinierende Mitsegelgelegenheiten auf Nord- und Ostsee. Seit die Vegesacker am 21. September 1805 dem Bremer Senat durch Ablegen des Bürgereids zu huldigen hatten, zeichnet die Vegesacker eine ordentliche Portion separatistischen Gedankenguts gegenüber den Bremern aus. Vegesacker fahren auch noch 200 Jahre später “nach Bremen” und nicht “in die Stadt”. Dass dieser Bürgereid auch heute noch ein wunderbarer Anlass für Aktivitäten in Vegesack sein kann, belegt eine Urkunde, die mein leider inzwischen verstorbener Freund Wolfhard Grunert empfangen hat. Der Humanist, Stabsoffizier, Lehrer, Gastronom und Freund maritimer Geschichte hatte sich in Vegesack engagiert und etabliert. Grund genug, ihn den Bürgereid ablegen zu lassen. Hier ist der Link zu einem Flyer mit den Aktivitäten „meines“ Vereins, den ich zum Thema maritimes Vegesack produzierte. vulkanUnd zu 200 Jahren Werftengeschichte in Vegesack. Das Buch habe ich nach dem Ende der Großwerft BREMER VULKAN geschrieben. Ich will die Vegesacker aber selbst sprechen lassen. Hier folgen einige Links, die zu einem Gesamtbild des maritimen Vegesack beitragen können:

www.vegesack.de – die halboffizielle Seite unserer kleinen Stadt, engagiert betrieben von Anne Köhler und den Gesellschaftern der Vege.net GmbH, einem Internetdienstleister, der (auch bei mir) einen erstklassigen Service bietet. www.vegesack-maritim.de – mein kleines Zwischenportal für das Auffinden der maritimen Spezialitäten Vegesacks. www.mtv-nautilus.de – eine zweite Seite des Vereins. http://de.wikipedia.org/wiki/Bremer_Vulkan – vieles über den Schiffbauriesen in Vegesack. www.schulschiff-deutschland.de – das letzte deutsche Vollschiff. Mehr als ein Hingucker an der Maritimen Meile in Vegesack. www.vegesacker-hafen.de – hier finden sich Informationen und Impressionen zum Hafen.

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