Journalistisches

DoBD – das Kürzel für mehr Steuer-Frust?
Wie unsere Belegablage zu Steuerschätzungen führen kann
Günter D. Alt kann sich auch nach seinem Ausscheiden aus der ZDF-WISO-Redaktion über staatliches Handeln so richtig schön aufregen. „Wollen Sie, dass das Finanzamt künftig Ihre Einnahmen und Ausgaben schätzt und Ihre Steuern raufsetzt?“
Was den geistigen Vater der WISO-Steuer-Software derzeit so empört, ist ein schlichtes Schreiben aus dem Bundesfinanzministerium, 37 Seiten lang und noch nicht mal ganz neu. Es stammt aus dem Herbst 2014 und listet 184 Regeln auf, nach denen Unternehmen und Freiberufler „sich“ zu organisieren haben. Seit dem 1. Januar 2017 gelten diese 184 Regeln für jeden, der Gewinne macht! Und damit auch für Journalisten – vom freien Mitarbeiter ohne Mehrwertsteuer bis hin zur erfolgreichen Edelfeder, die „im Nebenerwerb“ noch Honorare für Bücher oder Vorträge kassiert    Weiterlesen:


Ein Strohhalm namens „P3“

Durch den Bahntunnel am Berliner Flughafen BER fährt nahezu täglich ein Zug – weil der verwaiste Bahntunnel ansonsten schimmeln würde. Ein Einzelfall? Nein. Auch am JadeWeserPort in Wilhelmshaven heben und senken sich die Containerbrücken ohne, dass ein Schiff auch nur in Sicht ist – damit die Technik „in Bewegung“ bleibt. Belege der Erfolglosigkeit – hier wie dort? Der Silberstreif am Horizont des Containerterminals heißt P3. Seit Monaten schwirrt das Kürzel einem guten Tageshoroskop gleich durch die Zeitungen. Doch gleichzeitig schießen sich etliche Medien auf das bisher erfolglose Terminal an der Jade ein. Zuletzt die Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ): „Am Voslapper Deich beginnt die Stille. Denn da liegt der Jade-Weser-Port, Deutschlands einziger Tiefwasserhafen, Deutschlands einziger Hafen ohne Schiffe. Warum das so ist? Kurz gesagt: Der Hafen hat ein Henne-Ei-Problem, also ein Schiff-Container-Problem.   Weiterlesen:


Zwischen Resteverwertung und Hintergrundberichten
Dienstlich oder privat – Blogger sind auch journalistisch unterwegs
„Thomas Lückerath schaut Fernsehen und schreibt darüber. Sein Internet-Medienmagazin DWDL beschäftigt mehrere Angestellte und macht Gewinn – auch wenn kein Leser dafür zahlen muss.“ Jan Hauser, Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet darüber im FAZ-Blog Medienwirtschaft (http://blogs.faz.net/medienwirtschaft/ ) und auch über allerlei Online-Aktivitäten. DWDL (dwdl.de)ist nach eigener Einschätzung kein Blog, nennt sich „Medienmagazin“, doch die Grenzen zwischen beidem, dem Blog und dem Online-Medium, scheinen fließend. Journalismus und Blogger – keine Freundschaftsbeziehung und das seit rund einem Jahrzehnt. Dabei ist inzwischen die Zahl der Journalisten, die hochprofessionell und teilweise als Bestandteil ihres Angestelltendaseins bloggen, geradezu explodiert.    Weiterlesen:


Mit Neuromarketing gegen den Sieg der Controller?
Nach FTD-, WR- und FR-Debakel: Wo liegt die Zukunftsvision für freie Profis?
Wer im Personalabbau in Zeitungs- und Magazinredaktionen während der vergangenen Jahre allein die Auswirkungen einer Medienkrise erkannte, tat den Controllern Unrecht. Und wer in der Bilanz eines Zeitungsverlages mit Vollredaktion nach Einsparpotentialen zuerst im Vertrieb oder beim Papierpreis suchte, ebenso. Ein wesentlicher Teil der Strukturvorgänge der Medienunternehmer, die bei den Journalisten regelmäßig Wut und Angstschweiß auslösen, erweisen sich als Ergebnisse nachvollziehbarer Rechenaufgaben. Und wenn die eigene Redaktion sich zunehmend als zu teuer erweist, wo, bitte schön, bleiben dann die Freien?   Weiterlesen:


Energiewende – jetzt aber! Oder?
Ein Kommentar:
Was ist die Fortschreibung des Satzes: „Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose?“ – Ganz klar: „Von den Offshore-Windmühlen sehen wir vom Deich aus nichts! Die Anlagen stehen hinterm Horizont.“ Ob wir damit aber das Perpetuum mobile zur Stromerzeugung „hinter dem Horizont“ gefunden haben, steht dahin. Alles, was bisher unter der Überschrift „Energiewende“ in Deutschland beschlossen wurde, stand unter den Vorzeichen von Pleiten, Pech und Pannen! Für all das, was an und vor den Küsten bisher stattfand gilt dies im Besonderen. Und plötzlich lernen auch technische Laien, dass Strom nicht „per Funk“ nach Bayern übertragen werden kann …   Weiterlesen:


Die Schweers-Werft – ein Stück Spezialschiffbaugeschichte

Oder: Was ist ein richtiger Stapellauf?

Die beiden 6-jährigen waren sich hundertprozentig sicher: „Das ist doch kein richtiger Stapellauf!“ Bei Stapelläufen waren sie Fachleute. Die hatten sie schon etliche Male beim Bremer Vulkan, dem Arbeitsplatz ihrer Väter, gesehen. Tausende von Besucher waren dann auf dem weitläufigen Werftgelände in Vegesack, es gab den Hammerschlag auf dem Helgen und dann rauschte der Schiffsneubau mit lautem Getöse die schiefe Bahn hinab in die Weser, wo ihn mühsam die ausgelegten Ketten und einige Schlepper bremsen konnten. „Das ist ein Stapellauf!“ Aber das hier? Das sollte ein ganz besonderer Stapellauf sein, hatte Vaddi am Abend zuvor erzählt. Stapellauf??   Weiterlesen:


Weniger Igitt wäre viel besser!

Liebe Freien: Seid wahrhaftig und bekennt Euch zu Euren Arbeiten – und schöpft daraus neue Kraft!

Alle verändern sich: Leser, Hörer, Zuschauer und Journa …eh ..Journalisten auch?  Wer als Journalist den traditionsbeladenen Pfad von Redaktionen in Richtung Freiberuflichkeit verlässt, steht eher im Geruch, keine ordentliche Redakteursstelle abbekommen zu haben, oder? Redakteure außerhalb der traditionellen Journalisten-Arbeitgeber – Zeitungen, Zeitschriften und öffentlich-rechtliche Sender – haben ein fettes Imageproblem. So richtige Journalisten sind sie ja schließlich nicht mehr, urteilen selbst sonst ganz nette Kollegen.   Weiterlesen:


 Absorptionskühlung – aus Generatorwärme wird Kälte für die Klimaanlage

Die Technik ist eigentlich simpel und nicht neu: statt des Kompressors, der uns in der heimischen Küche regelmäßig beim Anspringen an seine Existenz erinnert, sorgt ein lautloser thermischer Prozess bei der Absorptionskühlung dafür, dass „eine Kühlanlage mit Wärme betrieben“ werden kann. In einem auf zwei Jahre angelegten Modellversuch verlegt die Papenburger Meyer Werft erstmals eine derartige Großanlage auf See.AIDA In Kliniken und Industriebetrieben senkt diese Technik bereits die Energiekosten. Mit ihrem spezifischen IT-Wissen sind die Schiffs-Automatisierer von besecke in Bremen, ein Unternehmen der Lürssen-Group, seit 2011 an diesem Forschungsvorhaben beteiligt. An Bord der jüngst in Dienst gestellten AIDAmar.   Weiterlesen:


Logistik – viel mehr als Transport

Nationale oder kontinentale Grenzen oder Unterschiede sind in der Logistik inzwischen weitgehend überwunden. Deutsche Unternehmen realisieren weltweit ausgefeilte Logistikkonzepte. Napoleon gilt als ihr Erfinder und die Militärs haben sie über die Jahrhunderte exakt und schematisch kultiviert: die Logistik. Die Armeen dieser Welt verfügen allesamt inzwischen über mehr Nachschub-Soldaten als kämpfende Truppen. Und als die deutsche Bundeswehr 1993 erstmals ihre 1.700 Soldaten in Somalia mit täglichen Mahlzeiten, Coladosen und Schokoriegeln versorgen musste (Küchen und Kantinen waren bis dahin in Deutschland nicht Bestandteil der Truppe) gab es hier zu Lande die ersten großen militärischen Logistikkonzepte unter Beteiligung ziviler Unternehmen.   Weiterlesen :


 

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